Schon am 31. Januar 1946 kam der erste große Transport mit mehr als 1500 Umsiedlern aus dem Banat, Siebenbürgen und Ungarn aber auch bereits Vertriebenen aus dem Sudetenland und anderen Ländern in Malmsheim an. … Viele wurden sofort weitergeleitet, da schon Folgetransporte angekündigt waren. In Renningen und Malmsheim verblieben die Deutschen aus Ungarn, dem Banat und dem Sudetenland. …
Dem Landrat war inzwischen von der Regierung mitgeteilt worden, 15.000 ostdeutsche Flüchtlinge aufzunehmen. Mit viel Mühe konnte dieses Kontingent auf 11.000 herabgesetzt werden.
In der Folge kamen 1946 hauptsächlich Vertriebene aus Böhmen und Mähren in Güterzügen meist 1200 Personen über Prag/Furth im Walde in Malmsheim an. …
Das Lager hatte eine Lagerküche mit dem Koch Otto Krauß und 3 Helferinnen, einem Verpflegungs- und Zahlstellenleiter und 4 Wachleuten. … Es war auch ein Sanitätsraum vorhanden, der von einem Sanitäter und zwei Schwestern betreut wurde.
Ab Winter 1946 kamen Vertriebene bis zur Auflösung des Lagers nur noch in kleinen Gruppen. Ab 1949 diente das Lager den Heimkehrern aus englischer und französischer Gefangenschaft. … Sie wurden begrüßt, verpflegt, registriert, geröntgt, ärztlich untersucht und erhielten ein Heimkehrergeld von DM 50,-. Eine größere Zahl noch im Lager lebender Vertriebener fand dadurch ihre Beschäftigung.