Das Herrenalber Gebetbuch
Die meisten Miniaturen dieses Gebetbuchs entstanden nach Kupferstichen des oberrheinischen Künstlers Martin Schongauer, wahrscheinlich auch eines Straßburger Meisters ES, eines “Karlsruher Meisters von 1446″ und des oberrheinischen Meisters WB. “Ausdrucksvolle Gestalten, mit Geschick für lebendige Zeichnung der Derbheit und Grobheit, nicht aber für den Ausdruck des Erhabenen und Anmutigen: Christus ein alter hässlicher Mann mit schwarzem Haar, die Weiber ehrsam und hausbacken, aber in der Teufelei von Volk und Schergen ist Laune„, urteilte Valentin Rose 1903.
Näheres über das Gebetbuch und seine Wiederauffindung im Jahre 1980
Wilfried Schwenk: Das Herrenalber Gebetbuch, 1482 – 1484. Seine Wiederentdeckung 1980 in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin, Bad Herrenalb 1983.Felix Heinzer: Andacht in Wort und Bild – Zum Herrenalber Gebetbuch von 1482/84 (Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. theol. qt. 9), in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 62 (2003), S. 85-99.
Paula Väth: Das Herrenalber Gebetbuch, in: Peter Rückert / Hansmartin Schwarzmaier (Hg.), 850 Jahre Kloster Herrenalb. Auf Spurensuche nach den Zisterziensern (Oberrheinische Studien 19), Stuttgart 2001, S. 89-107.



