Umgeben von Streuobstwiesen und eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet „Oberes Glemstal“ liegt auf der ehemals Eltinger Markung die Lahrensmühle. Sie ist steinerner Zeuge einer langen Geschichte, die sich bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt.
Um 1350 finden wir die erste urkundliche Erwähnung der Lahrensmühle im sogenannten Lagerbuch von Stadt und Amt Leonberg. … Der Weg nach Eltingen – die heutige Gebersheimer Straße – führt am Gewann „beim alten Kirchhof“ vorbei. In den (alten) Lagerbüchern taucht der Name als „Mühle auf dem alten Kirchhof“ auf. 1399 heißt es dort: „die Muly uff alten Kirchhofe gilt järlich der Herrschaft obgenannt item VIIII Malter Roken und Kernes“. Es sind dies je 9 Malter Roggen und entspelzter (gegerbter) Dinkel.
1523 taucht der Namensgeber der Lahrensmühle erstmals im Lagerbuch auf: „Laurins Hanns, Miller, zeinst jerlich der Herschafft Wirtemperg…“. Angesichts des schlechten Erhaltungszustands der Mühlengebäude entschließt sich die herzogliche Verwaltung [1571] zu einem Neubau. … Wir erfahren, dass drei Mühlgänge vorhanden sind. … Die Nennung von drei Mahlgängen deutet darauf hin, dass im Neubau auch ein modernes Mühlengetriebe als Kraftübertragung eingebaut wurde, so dass nunmehr für alle Mahlgänge ein einziges Mühlrad genügt. …
Die Gegend um Leonberg war in der damaligen Zeit reich mit Mühlen versorgt. Allein zwischen Eltingen und Höfingen sind nicht weniger als sieben Mühlen an der Glems angesiedelt. Eine vergleichsweise günstige Topografie und ein reichlich Getreide produzierendes Hinterland – das Strohgäu – sind der Grund für die Mühlendichte. …